Ob sich Elektroautos gut verkaufen oder nicht, hängt zur Hälfte vom Ladeerlebnis ab. Was die Frage angeht, wie man das Fahrzeug schnell wieder „aufladen“ kann, gibt es in der Branche seit langem zwei Lager: Die einen setzen alles darauf, die Schnellladeleistung zu steigern, während die anderen am Austausch des gesamten Akkupakets festhalten.
I. Die „Super-Lade“-Fraktion: Die Leistung in die Höhe treiben
Mit einer 800-V-Plattform und flüssigkeitsgekühlten Schnellladestationen steigt die Spitzenleistung von etwas über 200 kW auf 480 kW, und im Bereich der Schwerlast-Lkw ist sogar von Megawatt-Leistung die Rede. In Kombination mit Akkus mit einer Ladegeschwindigkeit von 5C oder 10C lässt sich der Ladezustand in etwas mehr als zehn Minuten von 20 % auf 80 % erhöhen. Der Preis dafür ist, dass die Akkus dieser Belastung standhalten und das Stromnetz die Nachfrage decken können muss.
II. Befürworter des Batteriewechsels: Einfach gegen eine neue Batterie austauschen
Das Prinzip des Batteriewechsels ist ganz einfach: Wenn der Akku leer ist, fährt man zu einer Station, tauscht innerhalb weniger Minuten das Batteriepaket gegen ein vollgeladenes aus und fährt weiter – das Erlebnis ist fast dasselbe wie beim Tanken. Dies ist besonders vorteilhaft für gewerblich genutzte Fahrzeuge: Fahrdienstfahrzeuge und Taxis sind täglich mehr als zehn Stunden unterwegs, und die eingesparte Ladezeit bedeutet bares Geld. Das Problem ist jedoch, dass die Spezifikationen der Akkupacks uneinheitlich sind, was eine Standardisierung erschwert, und dass die Wechselstationen selbst eine erhebliche Kapitalbindung darstellen.
| Dimension | Superladung | Batteriewechsel |
|---|---|---|
| Ladezeit | 10–15 Minuten (20 %–80 %) | 3–5 Minuten |
| Vermögensmodell | Pfahl, relativ leicht | Station + Notstromversorgung, schwer |
| Standardisierung | Die Ladeanschlüsse wurden vereinheitlicht | Schwierigkeiten bei der Vereinheitlichung der Akkupacks |
| Am besten geeignet | Privatwagen | Hochfrequenz-Betriebsfahrzeuge |
3. Muss man sich wirklich für eine der beiden Optionen entscheiden?
Ein wahrscheinlicheres Szenario ist eine Koexistenz verschiedener Systeme: Privatfahrzeuge nutzen vorwiegend Schnellladestationen, wodurch die überwiegende Mehrheit der Fahrten problemlos abgedeckt wird; bei Fahrzeugen mit hoher Einsatzfrequenz, wie Taxis und Fahrdienstfahrzeugen, kommt der Batteriewechsel zum Einsatz, um die Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Für eine flächendeckende Einführung des Batteriewechsels ist die Einführung einheitlicher Standards für Akkupakete in der gesamten Branche unumgänglich.
In der zweiten Phase der Entwicklung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist die Energieversorgung nicht mehr nur eine Frage eines einzelnen technologischen Durchbruchs, sondern wird durch das Zusammenspiel von Netzwerken, Standards und Nutzungsgewohnheiten vorangetrieben.